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Joe Astor

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81

Saturday, September 21st 2019, 9:20pm

Mich hat die Serie von der ersten Episode an nicht abgeholt. Typische 08-15 Serie, wie sie heute fast nur noch rauskommen. Letztlich - ich glaube, ich habe das schon mal gesagt - könnte man auch einfach den Titel tauschen oder die Charaktere wechseln. Discovery ist einfach nur irgendeine Sci-Fi Serie.

Das ist schade, dass Dich die Serie als solche nicht gepackt hat. Damit lässt sich auch schwerlich argumentieren. Auch wenn ich denke, dass Dich zumindest einzelne Episoden der zweiten Staffel positiv überraschen könnten.
Zu dem Punkt, dass es sehr beliebig erscheint und das auch jede andere Standard-Sci-Fi-Serie sein könnte, habe ich mir vorhin einmal Gedanken gemacht. Ich bin für mich zu dem Schluss gekommen, dass das auf die meisten Serien zutrifft, sofern sie nicht gerade zufällig die ersten ihrer Art sind. Und zu einem gewissen Teil traf das auch schon auf die vorherigen Star Trek-Serien zu. Bei DS9 hat man es mit Babylon 5 beobachten können. Mein Eindruck (und das ist natürlich rein subjektiv) ist, dass es nur früher, sei es TNG, DS9 oder Voyager, schlicht Star Trek war, welches als erste in den Sinn kamen und die uns für das Genre begeistert haben. Es gab nur nicht viel ernstzunehmende Konkurrenz. Das ist heute anders und so entsteht der Eindruck, Serien wie nun in diesem Fall Discovery, hätten das eingebüßt, was Star Trek besonders gemacht hat. Ich denke, dass es anders herum ist. Das, was Star Trek so besonders macht, findet sich heutzutage einfach viel öfter im gesamten Genre. Es gibt viele einzigartige Science Fiction-Serien mit eigenen Konzepten, überzeugenden Plots und gut erarbeiteten Charakteren.

An dieser Stelle nehme ich durchaus zur Kenntnis, dass Discovery da nicht ganz oben mitspielt. Es ist ein Versuch gewesen, alte Fans wie eine potenzielle neue Zielgruppe gleichermaßen anzusprechen, da geht zwangsläufig für beide etwas verloren.

Dieses auf Gedeih und Verderb Darstellen von Frauen in starken Rollen oder Homosexuellen.
Ist das ein Problem? Schadet es den Serien? Ich denke, es ist einfach zeitgemäß. Ich empfinde es nicht als eine auf Gedeih und Verderb gepushte Agenda, sondern schlicht als Darstellung der heutigen Lebensrealität. Es ist nun einmal so, dass ein nicht geringer Teil der Bevölkerung nicht - ist das Wort hier korrekt? - heteronormativ lebt. Homosexualität, LGBTQ, was auch immer man jetzt betrachtet, das ist kein "Randphänomen" oder etwas, das es zu scheuen gilt. Nur weil ich heterosexuell bin, Männer nicht attraktiv finde und romantischen Szenen zwisczhen Männern nichts abgewinnen kann, schadet es mir doch auch nicht, wenn dies in Film und Fernsehen und allen anderen Medien entsprechende Aufmerksamkeit bekommt und dargestellt wird. Ich finde diese aktive Abscheu davor etwas bedenklich, ich dachte wir wären heutzutage aufgeschlossener.

Das ist jetzt keine persönlich gemeinte Kritik, vielmehr ganz allgemein. Vielleicht ein Thema, das man anderswo ausführlicher diskutieren könnte, wenn das gewünscht ist.

was ist falsch mit denen
Nichts.

Anstatt man einfach eine interessante Story bietet. Technisch ist die Serie natürlich einwandfrei...Tolle Effekte, CGI - aber das ist ja mittlerweile Standard.
Die ist, meiner Meinung nach, in der zweiten Staffel erheblich stärker geworden. siehe oben. Aber es geht mir nicht ums missionieren, ich will meine Meinung nicht aufdrängen. Ich empfehle aber an dieser Stelle die Folgen "New Eden" (Episode 2) und "If Memory Serves" (Episode 8 ), als Beispiele von guter Star Trek-Story im ersten Fall und einer kleinen Reise in die Nostalgie und wie klassisches Star Trek heute aussieht im zweiten.

Es gibt auch Discovery Shorts (bei Netflix unter "Trailer und sonstige" oder so zu finden), die durchaus einen Blick wert sind und auch relativ kurz und somit nicht zeitintensiv. Die nehmen aber zuweilen Bezug auf den Plot der zweiten Staffel.

Lt. Lexa Griffin

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82

Tuesday, September 24th 2019, 6:18pm

Hat lange genug gedauert... wird Zeit dass ich hier auch mal wieder was schreibe ;D.

Also generell muss ich auch sagen, dass Staffel 2 von Discovery zu meinen liebsten Staffeln von Star Trek insgesamt zählt. Sollte Discovery in S3 so weiter machen könnte der Spitzenplatz von Voyager ernsthaft in's Wanken kommen Jaaaa .

Aber erstmal noch kurz zu Staffel 1 und der vielen (zum Großteil definitiv berechtigten) Kritik: ob DS9, TNG oder Enterprise, fast jede Trek Serie (oder generell Sci-Fi Serie - looking at you, The Expanse) brauchte einige Zeit um wirklich gut zu werden, Charaktere und Handlung zu etablieren und sich selbst zu finden. Bei DS9 beispielweise hat das fast zwei Staffeln gedauert. Vor dem Kontext war Staffel 1 vielleicht nicht so schlecht wie viele sie machen, aber sie war definitiv schlecht.
Die Klingonen und ihr seltsames Aussehen, viele fragwürdige Entscheidung der Charaktere bis hin zu den Admirals, deutlich zu viel Fokus auf Kampf- und Actionszenen, alles nur düster und hoffnungslos und dann natürlich einige Logikfehler. Dazu die Grundidee der Discovery und des Antriebes...

Spätestens mit den Spiegeluniverumsfolgen wurde es dann aber deutlich besser und bis auf das Staffelfinale gefiel mir die zweite Hälfte der Staffel richtig gut - Highlight war natürlich Georgiou 2.0 im Captain's Char und die Blicke von Burnham und Saru :D.

Jetzt aber zu Staffel 2: Staffel 2 ist entspannter, hoffnungsloser, humorvoller und deutlich "Trek" als Staffel 1. Nicht nur gibt es jede Menge Erkundung, Erforschung, Gespräche über Moral und Direktiven sondern auch der Action Anteil wurde deutlich zurückgeschraubt. Bis zum - zugegebenermaßen etwas übertriebenen - Staffelfinale hat die Discovery nicht einmal ihre Waffen auf ein anderes Schiff abgefeuert und auch sonst gab es nur wenig bis gar keine Action oder Kampfszenen.
Dazu sehr viele emotionale Momente (RIP Airiam ;( ), interessante Storylines und natürlich viele neue, super Charaktere. Nhan, Jett Reno, Spock (wobei auch ich hier sagen muss es hat eine Weile gedauert sich an ihn zu gewöhnen... spätestens "I like science" hat mich dann aber überzeugt) und Number 1 waren alle großartige Ergänzungen zum schon sehr gut besetzten Cast.
Und dann natürlich Pike. Niemand wird für mich je Janeway verdrängen können, aber von ihr abgesehen ist Pike mit großem Abstand der beste Star Trek Captain. Ruhig, sachlich, humorvoll und strahlt alles aus was die Sternenflotte auszeichnet. Alleine wie er reagiert als er von seiner Zukunft im Rollstuhl erfährt.... so überragend gemacht. Auch das Gespräch mit dem Admiral wie Pike das Beste ist was die Sternenflotte und deshalb unter allen Umständen überleben sollte... einfach nur überragend. Und dann natürlich all die Flashbacks und Verweise auf TOS, alleine die Folge auf Talos IV mit dem alten TOS Intro.
Auch die Erklärung wieso Burnham, der Antrieb und die Discovery später nicht mehr erwähnt werden... vielleicht etwas einfallslos, aber das Ergebnis - genauso wie die Erklärung des klingonischen Aussehens und wieso sie auf einmal andere Schiffe haben - passen definitiv in den Canon.

Der Vorwurf, dass Discovery 08-15 Sci-Fi wäre... in Staffel 1 war da definitiv was dran, spätestens mit Pike und Staffel 2 hat sich das komplett verändert. Wenn ich eine Folge DS9 - gerade die späteren Staffeln - und Discovery Staffel 2 vergleiche erscheint Discovery fast noch mehr Trek zu sein... sie haben da definitiv eine gute Balance gefunden.
Natürlich ist Discovery - auch - an neue Fans gerichtet und macht einiges anders, aber alleine die Folgen mit TOS Verweisen kombinieren beides sehr gut und zeigen, dass beides gut zusammen passt.
Wie immer gilt natürlich, dass es unmöglich ist alle glücklich zu machen. Ich denke auch Picard wird es da schwer haben, so groß der Hype momentan auch sein mag.
So oder so ist Discovery in S2 so viel mehr als nur eine Sci-Fi Serie. Abgesehen von Charaktere wie Pike, Spock oder No1 und den vielen Auftritten der Enterprise (diese Brücke ist für mich übrigens das perfekte Beispiel, dass sich alt und neu perfekt kombinieren lassen) sind auch die Handlungen in den meisten Folgen Trek pur. Technobabble, Zeitreisen, neue Rassen und seltsame Anomalien inklusive.

Zu den Effekten muss und will ich nicht mehr viel sagen... jede Folge fühlt sich an wie ein Kinofilm. Ob das gut oder schlecht ist muss jeder selbst beurteilen, die Qualität ist definitiv erste Klasse.
Und dann das alte Thema "representation"... siehe auch meinen letzten Post, aber hier nochmal:


Über Jahrzehnte waren die wichtigen Rollen überall von weißen, hetero Männern belegt und Frauen und Minderheiten spielten allenfalls Nebenrollen oder waren dazu da als erste und möglichst dramatisch zu sterben um den Leidensweg des wahren "Helden" zu zeigen.
Dass nun endlich auch mal andere Gruppen Hauptrollen ausfüllen können ist nicht nur gut und überfällig, es führt auch - meiner Meinung nach - zu interessanteren Storylines und mehr Dynamik. Nicht umsonst sind Serien wie Legends of Tomorrow, Wynonna Earp oder Killing Eve, die Charaktere aus den verschiedensten Gruppen in den Vordergrund stellen so viel interessanter. Die Folge in der Stamets & Culber wiedervereint werden während Tilly und "May" sich verabschieden müssen... habe selten eine bessere, emotionalere Episode von Star Trek gesehen.
Und mit Pike / Lorca, Saru und allen möglichen wiederkehrenden Charaktere wie Leland ist es ja nun bei Weitem nicht so, dass nur noch Frauen im Vordergrund stehen. Wüsste jetzt nicht warum irgendwas davon auch nur im entferntesten ein Problem darstellen sollte. Gerade Star Trek war immer auch darüber, dass jeder die gleichen Rechte, Chancen und Möglichkeiten erhalten sollte und es keinerlei Diskriminierung mehr gibt, natürlich passt es also gerade hier perfekt dazu.

“You have to find love and joy in simple things. Because if you’re waiting to celebrate only big moments you could be waiting a really long time. And you’ll be miserable all along the way”

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