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[San Diego / Relaunch] Clary Amicia Georgiou

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Lt. Lexa Griffin

OPS-Offizier U.S.S. San Diego

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1

Monday, February 24th 2020, 4:13am

Clary Amicia Georgiou

Persönliches Computerlogbuch
Lieutenant Clary Amicia Georgiou
U.S.S. San Diego:

Mehrere Wochen bin ich nun an Bord der San Diego und so langsam begann ich tatsächlich dieses Schiff, diese Crew als meine Heimat, ja meine Familie anzusehen. Nicht zuletzt nachdem ich in den letzten Tagen erlebt haben, dass der Großteil dieser Crew mich tatsächlich respektiert. Mehr als das, ich fühlte mich wohl hier. Musste nicht ständig über meine Schulter gucken, wer mich heute vielleicht umbringen wollte. Dennoch sollte es so nicht bleiben und heute überschlugen sich dann alle Ereignisse.
Ich hätte es einfach wissen müssen. Meine Mutter, Philippa Georgiou, war einfach nicht totzubringen. Sie war mehrmals durch die Zeit gereist, durch verschiedene Universen und hatte die Kontrolle über mehr als Schiff, ein Imperium übernommen. Natürlich würde ein einfacher Vex-Riss sie und ihre Pläne nicht aufhalten können.

Und so bekam ich also zu Beginn des Tages Besuch in der Astrometrie. Verdammt ungewollten Besuch. Meine Mutter erschien in Hologrammform und erbat meine Hilfe. "Das Imperium" bräuchte mich, als sie merkte dass sie damit nicht durchkam versuchte sie es damit, dass ich meine eigene Mutter nicht im Stich lassen könne. Ich war kurz davor die Astrometrie zu verlassen als sie einen letzten Versuch unternahm: die Vex standen kurz davor das Schiff zu übernehmen und die restliche Crew zu töten, sollte das gelingen würde die gesamte Andromeda-Galaxie darunter leiden. Und sie hatten nicht Unrecht. Unser Plan war gewesen die Tempest zu zerstören, nicht ihre Technologie den Vex zum Fraß vorzuwerfen. Die Vex waren uns jetzt schon jetzt deutlich überlegen, mit der Technologie der Tempest wären sie wohl unaufhaltsam.
Und da war noch etwas. Als Sternenflottenoffiziere hatten wir eine Pflicht zu helfen. Egal wie wir zu ihr stehen mögen, meine Mutter war der Captain eines Schiffes und hatte offiziell um Hilfe gebeten. Sie schloss dann den Kanal gerade rechtzeitig ehe Lieutenant Jaesa Hawkins auf der Suche nach ihrer Schwester hereinkam.
Für den kurzen Moment wollte ich ihr alles erzählen, aber dann entschied ich mich dagegen. Die Instruktionen meiner Mutter waren klar gewesen, ich und nur ich sollte der Tempest helfen. Sie würde niemand anderen an Bord lassen, tatsächlich eher das Feuer eröffnen oder die Tempest in die Luft jagen. Mit Zweiterem hätte ich kein Problem gehabt, aber so schwierig es war das zu glauben... auch auf der Tempest gab es noch Unschuldige.

Ich hatte die Astrometrie schon verlassen, als mir eine Idee kam. Also bat ich Lieutenant Hawkins mir zu folgen, kehrte zur Brücke zurück und bat den gerade schwer beschäftigten Captain Paris um ein Gespräch in seinem Raum, wo wir auch direkt zum Punkt kamen.
Der Captain schien angewidert, irritiert und verwirrt, teilweise böse. Alles davon konnte ich nur zu gut nachvollziehen. Meinem Plan, alleine mit der Nomad zur Tempest zu fliegen, das Schiff zu sichern und anschließend die San Diego zu kontaktieren stand er milde gesagt skeptisch gegenüber. Erst als Lieutenant Hawkins sich freiwillig als Rückendeckung für diese "Mission" meldete - ich werde diese Frau nie verstehen - schien er langsam aufzutauen und unseren Argumenten folgen zu können.
Nicht nur hatten wir die Chance die Tempest ein für alle Mal aus dem Verkehr zu ziehen, wir könnten wertvolle Daten über diese Galaxie, die Terraner und Philippa Georgiou sammeln. Von einigen Gefangenen ganz zu schweigen. Und natürlich könnten wir auch den Vex eines auswischen.

Der Plan stand also, Hawkins und ich starteten kurz darauf mit der Nomad Richtung Tempest. Ich bedankte mich und sie machte mir erneut klar, dass wir nichts für die Sünden unserer Eltern könnten. Ich weiß nicht was ich getan hätte, hätte ich Lieutenant Hawkins nicht getroffen...vielleicht das Angebot meiner Mutter angenommen? Ich wäre definitiv nicht stark genug gewesen sie zu konfrontieren.
Wir erreichten die Tempest, ich hielt einen kurzen Plausch mit meiner Mutter und wir beamten an Bord - ich hoffte inständig, dass Hawkins' neuer Tarnanzug funktionierte und dass es keine Kelpianer zum Abendessen geben würde... zumindest zweite Hoffnung wurde bald zerstört.
Nach einem kurzen Empfang auf der Brücke lud meine Mutter mich alleine in ihren Raum ein, wo wir speisen sollten. Als sie kurz abgelenkt war nutzte ich die Gelegenheit um ein zuvor präpariertes Gift in ihr Essen zu mischen. Nachdem sie meine Zweifel offenbar spüren konnte befahl sie die Nomad zu zerstören, soweit sollte sie allerdings nicht mehr kommen denn ihr blieben im wahrsten Sinne des Wortes die Worte im Halse stecken. Ich übernahm die Abzeichen meiner Mutter und ihren Posten.
Ich rannte auf die Brücke und verkündete, dass ich der neue Imperator sei. Zwei Offiziere eröffneten sofort das Feuer und ich konnte gerade noch so in Deckung gehen und die Hauptenergie deaktivieren. Nach einem langen Kampf, in dem ich mehrmals getroffen wurde gelang es schließlich beide auszuschalten und der Crew der Rest schwor mir die Loyalität. Hawkins hatte in der Zwischenzeit alleine den Maschinenraum gesichert und wir sendeten unser Signal an die San Diego.

Ein Offizier hielt es für sinnvoll die Waffen zu aktivieren, ich beseitigte diesen allerdings problemlos und die San Diego begann die verwirrte Crew in Arrestzellen zu beamen. Kurz darauf standen Hawkins und ich auf der Krankenstation. Nach einem kurzen Check-Up kehrten wir auf die Brücke zurück. Captain Paris hatte bereits begonnen Teams zur Bergung auf die Tempest zu schicken... wenn es nach mir ging konnten diese nicht schnell genug zurückkehren, sodass wir dieses Monster endlich zerstören konnten.
Leider jedoch hatte meine Mutter andere Probleme. Sie hatte sich kurz vor dem Transport auf die San Diego auf die Brücke der Tempest gezogen und einen eigenen Notfalltransporter aktiviert, ehe ich meinen Phaser ziehen konnte... ich hätte doch eine tödliche Dosis wählen sollen.
Dann begann sie uns zu rufen und zu prahlen. Wir würden sie niemals aufhalten können und ich persönlich würden den Preis bezahlen. Wir konnten sie schließlich auf der San Diego festhalten, nachdem sie zuvor das Team auf der Tempest angegriffen hatte. Nun mussten wir nur noch herausfinden wo... als die Sensoren auch schon Waffenfeuer im Wissenschaftslabor meldeten. Die Sicherheit stürmte herunter und nach einigen letzten Scans tat ich dasselbe... zu diesem Zeitpunkt war sie jedoch schon auf die Brücke gebeamt.

Während ich über die Intercom hörte wie die beiden Hawkins und der Rest der Brückencrew schwere Probleme mit meiner Mutter hatte und nach und nach ausgeschaltet wurde, begann ich die Verletzten zu stabilisieren. Wenn ausgebildete Sicherheitsoffiziere nichts ausrichten könnten würde ein weiterer Phaser nicht helfen... diese Leute hier brauchten mich. Dann kam mir eine andere Idee: der Maschinenraum.
Sternenflotteningenieur waren berühmt dafür immer eine Lösung für alles zu haben und ich hoffte diese hier würden keine Ausnahme sein.
Tatsächlich hatte Mr. Corlsen einige interessante Ideen, die allerdings einige Minuten brauchen würden... Minuten, die sich inzwischen wie Tage anfühlen. Sobald er soweit ist werde ich versuche meine Mutter möglichst lange abzulenken. Sie hatte genug Schaden angerichtet und Personen getötet, es war an der Zeit ihr ein Ende zu berichten. Dieses Mal würde ich nicht zögern.

=/ \= Log Ende

“You have to find love and joy in simple things. Because if you’re waiting to celebrate only big moments you could be waiting a really long time. And you’ll be miserable all along the way”

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2

Tuesday, July 28th 2020, 12:21am

Computer, Eintrag beginnen und mit Ebene Sigma-9 verschlüsseln

Persönliches Computerlogbuch
Lieutenant Comma...Agent Clary Amicia Georgiou
A.I.V Khitomer:


"Agent"... ich hatte gehofft diesen Titel nie mehr tragen zu müssen. Es war eines von vielen Dingen, die ich unfreiwillig von meiner Mutter geerbt hatte. Und heute war es auch in dieser Hinsicht soweit, meine Vergangenheit holte mich endgültig ein. Oder sollte ich sagen meine Zukunft? Beides? Etwas ganz Anderes? Zu sagen ich war verwirrt wäre eine Untertreibung.
Jedenfalls wurden mir heute zwei Dinge klar: Erstens warum meine Mutter sich so wohl in Starfleet Intelligence gefühlt hat und zweitens dass diesen Geheimdienst wenig vom Tal'Shiar oder Obsianischen Orden unterscheidet. Wohl auch deshalb die verstärkte Zusammenarbeit innerhalb der Allianz, selbst "mein" neues Schiff ist offiziell ein Teil davon. Nicht dass jeder begeistert von dieser verstärkten Zusammenarbeit wäre, das durfte ich heute aus nächster Nähe erleben.

Bevor wir zu meiner unfreiwilligen neuen, alten Karriere kommen gab es allerdings noch ganz andere Probleme zu bewältigen, begonnen mit meinem "Briefing" bzw. Verhör. Noch bevor wir die Erde erreichten war mir klar, dass es für mich nicht einfach werden würde. Während der Rest der Crew gefeiert werden und selbst entsprechend feiern würde rechnete ich mit größeren Befragungen, Verhören, vielleicht sogar der Aberkennung meiner provisorischen Sternenflottenkommission. Nicht nur hatte ich nie die Akademie abgeschlossen, ich war Terranerin. Dazu kam die Tatsache, dass ich in dieser Zeitlinie gar nicht existieren dürfte.
Captain Paris und der Rest der Crew der San Diego wissen was ich geleistet habe, mittlerweile weiß und vielleicht noch glaube ich auch selbst das. Aber irgendwelche Admirals in ihren gemütlichen Büros auf der Erde würden nichts als meine Rasse und meinen Namen sehen können. Und so kam es auch, direkt nach der Ankunft auf der Erde begleitete ich Captain Paris zu den Admirals. Ich hatte bereits von Admiral Nechayev gehört, die anderen waren allerdings deutlich schlimmer. Vor allem ein Admiral Hieu-Gan stach als starker Verfechter von besonderer Vorsicht heraus.
Am Ende war beschlossen, dass ich unter Beobachtung gestellt würde, mein Rank und Posten "ruhen" würden und ich ausgiebig befragt werden sollte. Captain Paris und der Rest der Crew sprachen mir Mut zu und die Wahrheit ist, ich war tatsächlich noch hoffnungsvoll, dass es bei einigen Interviews bleiben würde.
Dann kam der nächste Tag und die "Interviews" begannen. Wir alle kennen die Darstellungen von Verhören in dunklen Räumen, unter einer einzigen Lichtquelle. Dieser Konferenzraum war äußerlich das genaue Gegenteil genau, dennoch fühlte sich all das hier genau so an. Das Verhör dauerte gefühlt Jahre, tatsächlich waren es etwa neun Stunden. Da die Interviews beendet und nicht etwa vertagt wurden und ich zumindest nicht direkt abgeführt wurde schienen meine Ausführungen zumindest einen gewissen Eindruck gemacht zu haben.

Die Gesichter der mich befragenden Offiziere zeigten zwar quasi keinerlei Anzeichen von Reaktion, aber die Art wie Fragen gestellt wurden, welche Fragen gestellt wurden - mit der Zeit wurde aus einem Verhör fast so etwas wie ein Interview. Ich war erleichtert und rechnete damit das Schlimmste wäre vorbei. Meine Mutter hätte mich dumm, naiv und töricht genannt und sie hätte wieder einmal Recht behalten. Die Offiziere verließen nach und nach den Raum, ehe nur noch der Leiter der Kommission, ein Lieutenant Commander Zsusam oder sowas, und ich übrig waren. Plötzlich kollabierte dieser blaue Klops direkt vor mir und genau in dem Moment kamen Admiral Hieu-Gan und sein Schoßhühnchen herein.
Ehe ich irgendwas sagen oder erklären konnte wurde ich unter Arrest gestellt und abgeführt. Auf dem Weg trafen wir auf Lieutenant Hawkins, die noch versuchte zu helfen und zu klären was passiert war, aber der Admiral ließ nicht mit sich reden und das uniformierte Geflügel sowieso nicht. Also wurde ich wegen Mordes abgeführt und weggesperrt. Es dauerte lange, aber letztlich kam Lieutenant Commander Griffin herein. Ich hatte mich so an Doktor Vadiye gewöhnt, dass ich fast vergessen hatte wer eigentlich Chefarzt der San Diego gewesen war. Sie untersuchte mich und versprach alles zu tun um mir zu helfen. Wenig später folgte ein Admiral, ein gewisser Admiral Hawking. Im Gegensatz zu Nechayev und vor allem Hieu-Gan stellte dieser Fragen tatsächlich so, dass man glauben konnte er wäre tatsächlich an den Antworten interessiert. Er versprach zu helfen wo er kann und verschwand dann wieder. Wichtiger als das eigentliche Gespräch war die Tatsache, dass die Admiralität sich anscheinend nicht einig war geschweige denn sich gegenseitig informierte. Als Terranerin merkte ich mir diese Information und war bereit sie im Notfall zu nutzen, als - noch - Sternenflottenoffizier machte es mir große Sorgen.

Außerdem sah ich Captain Paris vor meiner Tür stehen, zumindest hatte also die Crew der San Diego mich noch nicht aufgegeben. Es vergingen erneut... Stunden, Tage? ... ehe ich schließlich einschlief. Als ich wieder aufwachte sah ich vor mir die hässlichste Visage die ich je gesehen hatte. Und roch den passenden Gestank dazu. Irgendjemand hielt es für eine kluge Idee einen betrunkenen und bewaffneten Klingonen direkt in mein Quartier zu beamen. Ehe ich reagieren konnte zog dieser seinen Disruptor und schoss. Ich konnte zwar ausweichen, aber dennoch traf er mich am Arm und Oberschenkel. Die Sicherheit wurde durch das Waffenfeuer aufgeschreckt, öffnete die Tür und wurde direkt ausgeschaltet. Der Klingone stürmte davon ehe ich mich wieder aufraffen konnte. Dann jedoch kam ich mir den Photonenlancer eines gefallenen Hühnchens und machte mich auf die Jagd.
Ich fand den Klingonen vor dem Büro der sich feige verbunkernden Admirals und Captain Paris. Er hatte fünf Geiseln genommen und drohte diese zu exekutieren. Ich wollte gerade zum Angriff übergehen als Lieutenant Callaghan zu mir schlich und mich warnte, einen Photonenlancer in Umgebung von Geiseln abzufeuern. Und er hatte Recht. Wir arbeiteten an einem Plan, aber ehe wir diesen ausführen konnten hielt ein Admiral es für eine gute Idee Betäubungsgas freizusetzen und den Klingonen darüber zu informieren... dieser töte prompt die erste Geisel. Am Ende gelang es Callaghan den Klingonen zu töten, die Admirals kamen aus ihrem Büro und ich stellte mich freiwillig und kehrte in mein Quartier zurück - Admiral Hieu-Gan versprach meine Aktionen zu berücksichtigen, aber diesem Mann glaubte ich kein Wort mehr. Mit gutem Grund, wie ich bald erfahren sollte. Ich hatte von Anfang an ein schlechtes Gefühl bei ihm gehabt, mehr noch als sogar bei Admiral Nechayev. Und dieses Mal hatten meine Instinkte Recht behalten.

Der Klingone jedenfalls stellte sich als ein Teil von Haus Torg heraus, eines der Häuser, das die Allianz ablehnt und für ein eigenständiges klingonisches Reich plädiert, das zu seinen Wurzeln zurückkehrt. Berichten zufolge kontrollieren Haus Torg und dessen Verbündete fast ein Drittel der klingonischen Flotte und so war es kaum verwunderlich, dass jemand auch hier auf der Erde tätig war.
Und dann hieß es erneut Warten. Und Warten. Und nochmehr Warten. Als sich die Tür öffnete sah ich als erstes, dass keinerlei Sicherheit mehr vor der Tür stand. Dann betrat Admiral Hieu-Gan den Raum und alles in mir wollte nur noch weglaufen. Aber ich konnte nicht, aus mehr als einem Grund. Wir alle kennen den Fight-or-Flight Effekt, diese entscheidenden Sekunden in denen wir unbewusster Weise entweder vor einer Bedrohung weglaufen oder uns zum Kampf bereit machen. Tatsächlich gibt es aber noch eine dritte Reaktion, den Freeze-Effekt. Wir stehen einfach nur regungslos da, nicht in der Lage irgendwie zu reagieren. Genau das passierte mir hier.
Ich wusste, dass die Ankunft dieses Admirals, zumal alleine, nichts Gutes heißen konnte. Ich glaubte nicht, dass die Sternenflotte zu Exekutionen in der Lage war, aber Unfälle passierte immer wieder. Tatsächlich jedoch kam meine Reaktion ganz woanders her. Der Admiral wollte mich nicht töten, entführen oder Ähnliches. Er wollte mich rekrutieren. Als er mich mit "Agent" ansprach wurde mir alles klar.
Dass nichts von all dem hier ein Unfall war. Die Verhöre, der "Tot" des Lieutenant Commander, meine Inhaftierung und Trennung von der Crew der San Diego.
Der Admiral hatte einen Auftrag. Einen Auftrag den nur ich erfüllen konnte. Ich kann darüber selbst in einem verschlüsselten Logbuch nicht sprechen, da niemand weiß wer eventuell mitlesen könnte. Nur eines ist klar... wenn diese Gerüchte stimmen werde nicht nur ich ein Problem bekommen.
Jede Faser meines Körpers sträubte sich dagegen "Ja" zu sagen, gerade jetzt. Ich hatte auf der San Diego nicht nur eine Heimat und eine Familie gefunden, ich hatte ein Leben gefunden, das ich mir nie hätte vorstellen können. Das wollte ich nicht aufgeben. Das wusste der Admiral, also ließ er mir keine Wahl. Und er wusste auch, dass ich bei wohl jedem anderen Auftrag lieber mein Leben zu Unrecht in einer Zelle verbracht hätte als nochmal für Starfleet Intelligence unter diesen Bedingungen zu arbeiten.

Aber das hier war kein anderer Auftrag... also sagte ich Ja. Unter der Voraussetzung, dass ich nach Ende des Auftrages, wann auch immer das sein würde, wieder auf die San Diego zurückkehren dürfte bzw. auf das Schiff, auf welchem der Großteil der Crew dient. Der Admiral stimmte zu und ich wurde mitten in der Nacht abgeholt und an Bord der Khitomer gebracht.
Ich hatte Bilder von Intelligence Schiffen in der Datenbank meiner Mutter an Bord der Tempest gesehen, aber dieses hier war eine ganz andere Liga. Nicht nur hatte es eine gemischte Crew und eine Tarnvorrichtung, es schien fast wie das Kind von Tal'Shiar, Obsidianischem Orden und Starfleet Intelligence.
Während der Rest der Crew an der Bar feierte und sich auf den bevorstehenden Transfer vorbereitete nahm mein neues Schiff Kurs auf die Badlands. Der Captain scheint ein fähiger Mann zu sein und ich soll alles direkt an Lieutenant Callaghan weiterleiten, ebenfalls ein fähiger Agent nach allem was ich gelesen habe.
Dass dieser der Crew der San Diego zugeteilt wurde und ich damit meine Crew quasi belügen und hintergehen muss, es fühlt sich nicht gut an. Aber ich hatte meine Befehle. Wichtiger noch, wenn all das hier vorbei war, würde jeder einzelne von ihnen verstehen warum ich so gehandelt habe.
Ich hoffe nur ich werde die Chance erhalten das zu erklären. Sie bald erhalten. Vor allem hoffe ich, dass wir nicht...

*über Intercom* An alle, hier spricht Captain Mystral. Wir haben gefunden wonach wir suchen. Besetzen Sie sofort die Kampfstationen. Agent Georgiou, melden Sie sich auf der Brücke. "

...vieleicht endet all das ja schon deutlich früher als gedacht.

Computer, Logbuch beenden.

=C= Log Ende

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3

Monday, September 7th 2020, 2:18am

Computer, Eintrag beginnen und mit Ebene Sigma-9 verschlüsseln

Persönliches Computerlogbuch
Agent Clary Amicia Georgiou
A.I.V Khitomer:

Wir haben heute das Argelius System erreicht, wo wir die Überreste einer vulkanischen Forschungsstation untersucht haben. Der Captain und ich waren uns nach Rücksprache mit Admiral Hieu-Gan einig, dass wir keinen Kontakt zur San Diego oder den Vulkanier riskieren könnten, also warteten wir ab bis die Evakuierung abgeschlossen war und sicherten dann die wichtigsten Daten, ehe die Station komplett zerstört wurde. Die Ergebnisse unserer Untersuchungen waren erschreckend und wir mussten alles dafür tun, dass diese nicht in falsche Hände gerieten. Oder in richtige.
Ich hatte bereits mit dem Schlimmsten gerechnet, aber das... das hätte selbst ich nicht erwartet. Ihnen zugetraut. Das hieß schon einiges.
Ich übergab meinen Bericht Lieutenant Callaghan und wir waren uns schnell einig, dass die Crew der San Diego noch nicht die ganze Wahrheit erfahren sollte. Konnte. Dennoch konnten wir die Crew nicht komplett unvorbereitet lassen, dass ich mit holografischer Tarnung als Kazon Captain Paris einen kurzen Besuch abstattete und ihm ein paar Anhaltspunkte gab, die ihn und den Rest der Crew auf die richtige Fährte führen sollten - irgendwann.

Und dann war da noch Lieutenant Commander Corlsen. Er hatte geglaubt, dass sein ehemaliges Schiff, seine Crew, die für ihn wichtigste Person verloren waren. Zerstört, getötet. Die Wahrheit war soviel komplexer und die Sternenflotte hatte ein berechtigtes Interesse daran diesen Vorfall geheim zu halten. Das konnte ich nachvollziehen. Dennoch hatte Commander Corlsen ein Recht darauf zu erfahren, dass die Crew überlebt hatte. Dass er nicht alleine war. Er musste und würde nie erfahren was wirklich passiert war, aber vielleicht könnte er mit seiner Vergangenheit abschließen und an alte Kontakte anknüpfen.

Wir werden Position hier halten bis die San Diego die Vulkanier an die Tranportschiffe übergeben und alle Schiffe den Orbit verlassen haben. Anschließend werden wir einige abschließende Untersuchungen durchführen und dann Kurs auf das Trewa System setzen, wo bereits unsere nächste Spur wartet.

Es war und ist nicht einfach Captain Paris und den Rest der Crew zu belügen, uns vor ihnen zu verstecken. Selbst Captain Mystal und dem Rest dieser Crew macht das zu schaffen - für den Moment sind uns allerdings die Hände gebunden. Zumindest konnte ich verhindern, dass wir die Crew der San Diego überwachen. Dennoch, es geht hier um soviel mehr als ein Schiff, eine Crew. Und wenn all das vorbei ist werde wir alle drei Kreuze und mehr machen.

=C= Log Ende.

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4

Monday, October 26th 2020, 1:05am

Persönliches Computerlogbuch
Agent Clary Amicia Georgiou
A.I.V Khitomer:

26. So viele Szenarien hatte ich entwickelt für den heutigen Tag. Für den Moment, in dem ich auf die San Diego zurück kehren würde. Szenarien voller Freude, aber auch voller Anspannung und sogar ein wenig Angst. Dass mich ein alter, betrunkener Mann und ein Geflügel mit Photonenstoß empfangen, niederschießen und in eine Zelle neben einem "Terraner" der dieses Titels nicht würdig war sperren würden... das stand nicht auf dieser Liste.
Ein weiterer Beweis dafür, dass selbst die beste Vorbereitung, selbst all die Ressourcen der Geheimdienste nicht alles voraussagen könnten.
Wenn es nach Captain Mystral gegangen wäre hätte ich heute noch keinen Kontakt zur San Diego wiederherstellen sollen, aber er kannte diese Crew nicht so wie ich das tat. Wusste nicht, dass wir ihre Hilfe brauchten. Wenn jemand dieses Mysterium lösen könnte dann diese Crew.

Captain Mystral... er ist ein guter Captain, aber er ein Vulkanier. Nicht nur das, er ist Halb-Romulaner. Nicht, dass irgendjemand davon wüsste. Dass ich davon wissen sollte. Starfleet Intelligence sollte definitiv an seiner Verschlüsselung arbeiten. Wie auch immer, er analysierte alles, aber traf seine Entscheidung nur anhand von Daten und Statistiken. Das war meistens eine gute Wahl, aber in dieser Situation würde es uns nicht helfen.
Nicht wenn wir nicht wussten welchen Daten, welchen Personen wir trauen konnten. Wir hatten in den letzten Wochen immer wieder Zeit in den Badlands verbracht und auch einige erste Erfolge erzielt, ehe wir plötzlich den Befehl erhielten uns auf den Weh Richtung Rweaw System zu begeben. Außer ein paar primitiven Kulturen wartete dort nichts Besonderes auf uns, keine weitere Hinweise... einfach nichts. Der Captain wusste, dass etwas nicht stimmt, aber er war zu sehr Vulkanier um unsere Befehle in Frage zu stellen.
Und ich war nicht in der Position zu protestieren. Dann fingen unsere Sensoren etwas Interessantes auf. Subraumvakuolen. Anscheinend künstlich durch eine Art Waffe erzeugt.Und mittendrin gefangen... ein Föderationsschiff. Nein, das Föderationsschiff, die U.S.S. San Diego. Wir setzten getarnt Kurs und scannten den Bereich, was nur bestätigte was viele bereits vermuteten. Diese Waffe wurde von einem Ferengi namens Brunt abgefeuert, welchem wir bereits eine Zusammenarbeit mit den Drahtziehern hinter all diesen Vorfällen nachweisen konnten.
Interessant war, dass wir gerade Hinweise erhalten hatten, dass einige klingonische Häuser begonnen hatten mit Subraumwaffen zu experimentieren. Dazu kamen Rassen wie Tholianer und Son'a, die bekannt dafür waren mit Subraumwaffen zu handeln.

Klar war jedoch, dass wir hier nicht eingreifen durften. Und zum Glück gelang es der San Diego auch ohne unsere Hilfe die Vakuolen zu beseitigen. Wir sprangen dann auf Warp nachdem wir noch einige letzte Scans durchgeführt hatten. Was der Captain nicht wusste... ich verließ das Schiff vorher in einem für Aufklärungsflüge primitiver Kulturen umgerüsteten vulkanischen Shuttle und setzte Kurs in Richtung der San Diego. Als diese mich schließlich abgefangen hatte musste ich sicherstellen, dass die Khitomer mich nicht orten könnte und setzte Kurs Richtung einen Klasse Y Planeten. In der Atmosphäre angekommen ließ ich mich mitsamt Shuttle an Bord bringen und wurde direkt von einem alten Mann und einem Hühnchen empfangen.
Beide stellten nicht groß Fragen sondern stellten mich unter Arrest. Natürlich mussten es ausgerechnet diese beiden sein, die mich empfingen. Mit Lieutenant Callaghan, Lieutenant Griffin, Captain Paris, Commander Corlsen... hätte ich reden können. Nicht mit diesen beiden Gestalten. Also beschloss ich die Tour des Schiffes zu verschieben und mich direkt in die Zelle zu beamen. Commander Tigh hatte jedoch etwas dagegen und schaltete mich direkt mit seinem Phaser aus... kurz darauf erwachte ich von lauten Schreien aus meiner Nachbarzelle.
Offenbar hatte die Sicherheit auf Deck 3 einen selbst-ernannten "Terraner" namens Falk Lohse gefunden, der nun lauthals rumschrie wie er alle töten und in Agoniekammern stecken würde, was wir uns einbilden würden ihn so zu behandeln etc. etc. Ich hatte noch nie einen erbärmlicheren Gefangenen gehört, selbst Ferengi verhielten sich da noch mit mehr Anstand.

Commander Tigh und das Hühnchen befragten mich dann, wobei der Commander schon durchblicken ließ wie wenig ihn meine Geschichte interessierte. Dennoch kam wenig später Captain Paris herunter, also scheint der Commander zumindest nicht ganz unfähig zu sein.
Der Captain entließ mich dann auch sofort und wir redeten in seinem sehr großzügigen Quartier weiter - er selbst traute seinem neuen ersten Offizier anscheinend nicht komplett. Ich erzählte was wir bisher entdecken und nicht entdecken konnten und schnell war klar, dass wir zusammenarbeiten sollten.
Der Plan war, dass wir das Shuttle des Ferengi etwas umgestalten würden um damit Zugang zu den Badlands zu erhalten. Dort würden wir einige Aufklärungsflüge durchführen und dann gemeinsam die Daten auswerten.
Es war ein guter Plan, der uns hoffentlich endlich ein paar mehr Informationen bringen würden. Informationen die wir dringend benötigten, um endlich in Erfahrung zu bringen was in aller Welt hier wirklich vor sich ging. Das wurde kurz darauf erneut verdeutlicht, als der Captain einen Ruf vom Sternenflottenhauptquartier erhielt.
Offensichtlich rechnete er mit irgendeinem Admiral, tatsächlich jedoch wollte Scout Hawkins ihn sprechen. Sie hatte sich Zugang zu Starfleet Intelligence und unserer Datenbank verschafft, das war zwar nicht sonderlich schwer, aber ich war dennoch ein wenig stolz auf sie, und teilte weitere schlechte Neuigkeiten mit uns.

Offenbar war die Sternenflotte überzeugt, dass Jaesa Hawkins ihre Mutter getötet hatte. Scout konnte das nicht glauben und da war sie nicht alleine. Gut möglich, dass Starfleet Intelligence diese Informationen nachträglich platziert hat um Jaesa Hawkins in schlechtem Licht da stehen zu lassen. Zur Wahrheit gehörte allerdings auch, dass Jaesa Hawkins wohl tatsächlich die letzte war, die ihre Mutter gesehen hatte und ihr irgendeinen "Versprechen" gab.
Ich kannte Jaesa Hawkins, vielleicht besser als jedes andere Crewmitglied der San Diego mit Ausnahme von Lieutenant Griffin. Ich wusste, dass da eine Dunkelheit in ihr lebte, dass sie eine dunkle Seite besaß, die die meisten Terraner erschaudern lassen würde. Aber war sie hierzu fähig? Konnte sie wirklich ihre eigene Mutter töten? Mit dem Thema kenne ich mich selbst leider viel zu gut aus und weiß wie schwierig das ist. Noch dazu, wäre sie wirklich imstande von heute auf morgen die Seite zu wechseln und an einem Tage fünf Föderationsschiffe zu zerstören? Es war als hätte irgendjemand einen Schalter umgelegt. Jaesa Hawkins konnte eine Killermaschine sein und ich weiß von den Erzählungen meiner Mutter, dass sie auch früher schon fragwürdige Aufträge angenommen hat - das hier ging aber weit darüber hinaus.
Wir kamen dann leider nicht mehr dazu mehr in Erfahrung zu bringen, denn plötzlich wurde Scout's Einbruch in Starfleet Intelligence entdeckt, Sicherheitskräfte forderten sie auf sich zu ergeben und die Verbindung brach ab. Nun wussten wir also nicht nur die Drahtzieher hinter diesem Rhues-Komplott finden und neutralisieren, nein wir mussten gleich zwei Hawkins retten. Falls es nicht schon zu spät war.

Während der Captain dann Commander Tigh informierte rief ich Captain Mystral und klärte ihn in so wenig Details wie möglich über unsere Zusammenarbeit auf. Er war nicht erfreut darüber, aber am Ende stimmte er zu, dass die Khitomer dem Shuttle getarnt folgen würden und im Notfall für Unterstützung zur Verfügung stünde.
Wir waren uns auch einig, dass wir nicht wussten wem wir trauen konnten und zunächst niemanden informieren würden. Dann kam Captain Paris zurück und hatte... interessante Nachrichten. Ich sollte den Aufklärungsflug gemeinsam mit Doktor Johnson durchführen.
Ich hatte fest damit gerechnet, dass der Commander darauf bestehen würde, dass jemand Anderes diesen Flug durchführt und ich direkt wieder eingesperrt würde. Und tatsächlich hatte der Commander auch Captain Paris dazu geraten mir nicht zu vertrauen.

Dennoch sollte ich nun diesen Flug durchführen. Nicht mit Lieutenant Callaghan oder dem Geflügel oder gar Tigh selbst... nein, mit Doktor Johnson. Commander Tigh mag nicht wissen, dass sie auch Terranerin ist, dennoch war ich von dieser Entscheidung überrascht. Ich kannte Tabitha Johnson nicht so gut wie andere hier an Bord, aber in vieler Hinsicht waren wir uns sehr ähnlich, nicht nur weil wir beide Terraner waren die hier eine neue Heimat gefunden hatten.
Egal was ich nun persönlich von ihr halten mag, sie war eine brilliante Wissenschaftlerin und das konnten wir hier mehr als genug brauchen.
Die Arbeiten am Shuttle haben begonnen und wir werden in Kürze Richtung Badlands starten. Es bleibt nur zu hoffen, dass meine zweite Rückkehr auf die San Diego besser abläuft.

=/\= Log Ende.

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Monday, November 23rd 2020, 2:44am

Persönliches Computerlogbuch
Agent Clary Amicia Georgiou
A.I.V Khitomer... bzw. U.S.S. San Diego:

Nach fast drei Wochen in und nahe der Badlands, in denen wir Unterstützung von Lieutenant Callaghan erhielten, haben Tabitha Johnson und ich gestern unseren ersten Aufklärungsflug abgeschlossen. Mit den Worten, dass sie noch weitergehende "Experimente" durchführen müsste und eine Lösung für unsere Probleme hätte blieb sie auf einer verlassenen Basis nahe der Badlands zurück, während Lieutenant Callaghan und ich Kurs auf die San Diego setzten.
Es wird nicht weiter einfach Lieutenant Lexa Griffin das zu erklären - gerade wenn sie wieder ihre fünf Minuten hat - aber hier stand so viel mehr auf dem Spiel. Wenn selbst jemand wie Tabitha Johnson das verstand würde das auch jeder Sternenflottenoffizier.
Als wir heute dann jedoch die San Diego erreichten waren wir zunächst jedoch mit ganz anderen Probleme konfrontiert. Wir sahen nicht nur die San Diego, sondern auch die U.S.S. Hornet - das Flaggschiff meines absoluten Lieblings-Admirals - und ein gamma-terranisches Schiff mit dem Namen Pathfinder. Die Gamma-Terraner, meine Mutter hatte mir viel von ihnen erzählt, man könnte fast sagen vorgeschwärmt. Sowohl im terranischen als auch in diesem Universum waren sie bekannt für riesige, bemerkenswerte Großkampfschiffe, die sie ohne jede Skrupel gegen Feinde einsetzten. Nach den letzten Berichten hatten sie vor einigen Tage gar keinen Planeten im Föderationsraum bombardiert. Kein Wunder also, dass Admiral Nechayev und diese Gamma-Terraner einiges mit Captain Paris zu besprechen hatten. Wie gerne ich da Mäuschen gespielt hätte. Die Schiffe sprangen dann allerdings nach und nach weg, ehe nur noch die San Diego blieb. Wir warteten, bis beide Schiffe außer Sensorreichweite waren, deaktivierten unsere kurz zuvor erworbene Tarnung und riefen die San Diego. Commander Tigh war eindeutig nicht erfreut mich zu sehen, ihm blieb allerdings keine Wahl als uns andocken zu lassen, wenn auch natürlich unter entsprechenden Vorkehrungen. Nicht dass ein paar Sicherheitsoffiziere mich hätten stoppen können, erst Recht nicht dieses seltsame Geflügel.

Nach einer kurzen Diskussion gingen wir auf die Brücke, wo dieses Vieh mich "entwaffnen" sollte. Ich überlegte kurz ob ich protestieren sollte, aber diese Crew kannte mich. Diese Aktion, mich auf versammelter Brücke so vorzuführen, sagte mehr über Commander Tigh aus als über mich. Erst Recht nachdem er dem Hühnchen befahl mich immer im Auge zu behalten. Also übergab ich meinen Phaser und lud Commander Corlsen in den Konferenzraum ein. Ich hatte ihm bereits bei meinem ersten Besuch auf dieser neuen San Diego eine kurze Nachricht hinterlassen, aber es wurde Zeit, dass er die ganze Wahrheit erfuhr. Erfuhr, dass die Lexington nicht zerstört wurde. Jedenfalls nicht, bevor die gesamte Crew evakuiert werden konnte. Es stand mir nicht frei ihm weitere Details mitzuteilen, zumindest in diesem Fall hatte Starfleet Intelligene mit der Geheimhaltung des Richtige getan um Panik zu verhindern, aber er hatte das Recht zu erfahren dass er nicht alleine war. Dass die Crew überlebt hatte. Niemand hatte damit gerechnet, dass Commander Corlsen noch am Leben sei als die restliche Crew evakuiert und anderweitig untergebracht wurde. Ich übergab ihm die Comm-Frequenz um seine Crew zu kontaktieren, als auch schon Captain Paris herein spazierte und "alles unnötige Personal" wegtreten ließ. Commander Corlsen und zu meiner großen Überraschung auch alle Sicherheitsoffiziere außer dem Hühnchen verschwanden.
Dann ging es an's Eingemachte. Der Captain wollte natürlich Antworten. Zur Hölle, wir wollten auch endlich Antworten. Leider hatte unser Flug nicht die Antworten gebracht die wir haben wollten. Was wir herausfinden konnten: diese mysteriöse neue "Organisation", oder was auch immer es war, hatte insgesamt 18 ehemalige Basen des Maquis in den Badlands übernommen und geupgraded. Diese wurden nur von Crews bestehend aus Ferengi, Breen, Menschen, Bajoranern, Klingonen, Romulanern und gefüllt jeder anderen Rasse hier draußen quasi eigenständig betrieben. Das Ziel? Offenbar die Herstellung und Verteilung dieser Rhues Substanz. Nachdem die vulkanischen Außenposten die Substant perfektioniert hatten, die Rezeptur übersandt und sich anschließend selbst vernichtet hatten, oder es zumindest sollten, schien dies der nächste Schritt in einem langen entwickelten Plan zu sein.
Was das Ziel dieses Plans war, das wusste unterdessen jedoch noch keiner.

Schlussendlich waren wir uns alle einig, dass es angesichts der sich schnell nähernden Flotte und der sich immer noch in der Nähe befindlichen Admiral Nechayev keine gute Idee war in nähester Zeit einen neuen Aufklärungsflug zu starten, insbesondere auch angesichts der Tatsache, dass wir für den Moment alle Informationen sammeln konnten, die es zu sammeln gab. Wir hatten eine Handvoll getarnter Sonden zurückgelassen, die für uns einige Zeit Daten sammeln und übermitteln würden. Der nächste Schritt konnte nur sein eine der Basen zu infiltrieren, ein Plan dem auch Captain Paris nicht abgeneigt zu sein schien. Dafür brauchten wir allerdings noch ein wenig Vorbereitung und mehr Ressourcen. Ich hatte bereits Kontakt zu Captain Mystral aufgenommen.
Dann rief der Möchtegern-XO uns auf die Brücke und selbst für mich war es schwer den Bildern auf dem Schirm zu folgen. Lieutenant Hawkins hatte sich offenbar ohne jeden Widerstand im Sternenflotten Hauptquartier ergeben und wurde nun vor laufenden Kameras abgeführt. Ich hatte jahrelang meiner Mutter bei den schlimmsten Dingen zugesehen, also konnte ich mir denken was in Hawkins vorging als ich ihren Blick sah. Es war nichts Gutes.
Während die Offiziere noch ungläubig auf den Bildschirm starrten und wenig später die ankommende Flotte koordinierten schlich ich mich von der Brücke. Ich brauchte länger als erwartet, aber letztlich konnte ich meine beiden gelb-gekleideten Verfolger abhängen und die Astrometrie erreichen, wo Lieutenant Callaghan bereits an weiteren Daten arbeitete. Ich kannte Callaghan aus den Berichten meiner Arbeit und der kurzen Zeit in Starfleet Intelligence nach der Rückkehr aus Andromeda aus fleißigen, cleveren, willensstarken Agenten. Seine Dossiers taten ihm allerdings komplett Unrecht, er war so viel mehr als das. Natürlich war ich eine Georgiou und könnte all das auch alleine tun, aber es würde deutlich länger dauern. Und im Gegensatz zu meiner Mutter bevorzugte ich die Arbeit im Team zu ständigen Soloaufträgen.
Jedenfalls hatte er interessante Neuigkeiten. Hawkins' kleine Schwester hatte versucht unerlaubt Zugriff auf Starfleet Intelligence Daten zu nehmen. Sowohl wussten wir bereits, schließlich war ich mit dabei als dieses passierte. Was ich noch nicht wusste, sie war dabei sehr schlampig vorgegangen, geradezu so als wollte sie erwischt werden. Und wir waren uns schnell einig, dass genau das anscheinend auch der Fall war.

Sie hatte mit ihrem Vorgehen auch eine Spur in der Datenbank hinterlegt, der wir nun folgen konnte. Dabei fanden wir schnell heraus, dass Informationen zum Beispiel über ihren Vater oder viele andere Dinge Hawkins- oder unsere Zeit in Andromeda
betreffend mittlerweile aus Datenbank gelöscht oder zugriffsbeschränkt wurden. Viele Dinge davon machten keinen Sinn. Wir luden alles auf PADDs, ehe es für mich "Torpedos regnen" konnte.
Als die Sicherheit mich wenig später auf der Krankenstation fand, wo ich Commander Griffin ein paar unserer Daten über Rhues übergab, war zumindest diese Gefahr für's Erste gebannt.
Zurück auf der Brücke hatten wir gerade einen Frachter "gefunden" und Callaghan war gemeinsam mit dem Geflügel rübergebeamt. Ich sah meine Chance und übernahm die Taktik Station. Interessanterweise beließ es Opa Tigh bei einem bösen Blick statt direkt den nächstbesten Fähnrich heranzupfeifen.
Was genau es nun mit diesem angeblich klingonischen Frachter und seinem neuen Captain auf sich hatte habe ich nicht weiter verfolgt, spätestens nachdem wir dann auch noch fast 25 Klingonen an Bord gebracht haben, darunter unzählige Kler'Q Unterstützer. Dennoch muss ich "Izzy" gewissen Respekt zollen, alleine einen veralteten klingonischen Frachter zu fliegen ist schon eine Leistung. Vielleicht können wir sie eines Tages für uns rekrutieren.
Und woher hat sie überhaupt einen persönlichen Transporter, eine Technologie die offiziell nur Starfleet Intelligence und ähnlichen Geheimdiensten zur Verfügung steht?
Bis dahin jedoch gibt es wichtigere Fragen zu klären, insbesondere was unsere mysteriösen Drahtzieher dieser ganzen Rhues Verschwörung und natürlich Lieutenant Jaesa Hawkins angeht. Und dann ist da Scout Hawkins. Wäre es eine gute Idee sie zu befreien, mit ihr zusammenzuarbeiten? Captain Paris hatte mit einem Recht, wir können momentan niemandem außer uns selbst trauen. Je früher wir das alles aufdecken, desto eher wird dieser Zustand beendet. Bis dahin hat Captain Mystral versprochen alles zu tun um die Admiralität in Schach zu halten.
Sobald wir Drozana Station erreichen wird es Zeit Antworten zu finden. Gut, dass wir dort mehr als ein dutzend Informanten haben. Irgendjemand muss irgendwas wissen. Und wir werden es herausfinden.

=/\= Log Ende.

“You have to find love and joy in simple things. Because if you’re waiting to celebrate only big moments you could be waiting a really long time. And you’ll be miserable all along the way”